Phantasysound Veranstaltungstechnik

Phantasysound Veranstaltungstechnik

Wartung, Reparatur und Modifikation von Tonequipment

Wartung von Tonequipment

Leider ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass Tonequipment ein wenig Aufmerksamkeit in Form von regelmäßigen Wartungsintervallen benötigt.

Das Hauptproblem ist die schlechte Wärmeabfuhr auf Grund von Verschmutzungen. Ich habe in den letzten Jahren mit einer Vielzahl von Verstärkern, Powermixern und dgl. zu tun gehabt die regelrecht wegen Überhitzung ihren Dienst quittierten. In einigen Poweramps hatten regelrecht diverse Kriech- und Krabbeltiere ihr zu Hause gefunden.

Ersparen Sie sich teure Reparaturen und unnötige, ärgerliche Ausfälle bei Veranstaltungen und lassen Sie ihr Equipment warten. - Wir übernehmen das gerne für Sie.

Hinweis:

Diese Beschreibung soll lediglich einen Einblick in die Leistung geben und ist nicht zum Nachahmen gedacht. Nachahmung gehen auf eigene Gefahr. Keine Haftungs- und Garantieansprüche.

Staubschutz für Fader:

pc101359_kIm vergangenen Jahr mussten einer Mackie 8-bus Konsole ein paar neue Fader „verpasst“ werden. Die noch intakten Fader wurden gereinigt, mit einem Spezialöl versehen und die Potis leichtgängig gemacht.

Ein paar Tage später nahm ich Rücksprache mit meinem Kunden und wies ihn darauf hin dass die Beleuchtung der beiden VU-Meter in der Meterbridge defekt sei.

Ich glaube seine Worte waren: „Ja ich weiß…das ist schon viele Jahre so. Die wurden mal gewechselt – hat aber nicht lange gehalten.“.
Wenn ich eine dauerhafte Lösung hätte sollte ich es reparieren.

Klar hatte ich die – die Beleuchtung wurde kurzer Hand auf LED umgebaut und funktioniert seit dem perfekt.

Am Ende des Gesprächs fragte er ob es eine Möglichkeit gäbe, die Fader so zu präparieren das nichts mehr hineinfallen kann?! Glaube beim Karneval gab es mal ein „Konfetti-Unfall“.

pc101362_kKlar gibt es Fader mit Staubschutz aber eben nicht für das Pult. Auch gibt es die „Bürstchen“ zum Nachrüsten aber von denen würde ich abraten, da Schmutzpartikel weiterhin durchrieseln können.

Die vernünftigste Lösung erschien mir mit einer Spezialfolie – so wie ich es in der Vergangenheit bei anderen Konsolen verbaut habe.

Diese Folie ist nur wenige zehntel Millimeter stark, trotzdem stabil, hoch elastisch auch bei niedrigen Temperaturen und wird mit einem Spezialkleber von hinten auf das Mischpultchassis geklebt.

Nach der Trocknung wird ein Schlitz für den Fader in die Folie geschnitten – Fertig!

Dank der elastischen Folie umschließt sie den Fader welcher in seiner Leichtgängigkeit nicht merklich beeinflusst wird. Die „Lebensdauer“ der Kohlebahn, im Fader, wird deutlich gesteigert.


Hinweis:

Diese Beschreibung soll lediglich einen Einblick in die Leistung geben und ist nicht zum Nachahmen gedacht. Nachahmung gehen auf eigene Gefahr. Keine Haftungs- und Garantieansprüche.

Modifikation Aux-Wege:

Die Sängerin zum Techniker: „Ich hätte auch gern meinen eigenen Monitorkanal – Hast du nicht noch was frei?“

oder…

Der Saxophonist zum Techniker: „Man ist der Schlagzeuger wieder laut – ich hör´ mich nicht. Ich brauch ´n eigenen Monitorweg. – Kann man da nicht was machen?“

Man mag schmunzeln wenn man es liest – zugegeben ja, aber das sind Zitate aus dem harten Alltag des FOH Personals.

Was machen wenn alle Ausspielwege belegt sind?

Grade bei kleineren Bands wo die Mischpulte oft kompakt, meist 19“ fähig sind und auch keine Digitalkonsole zur Verfügung steht, stößt man schnell an die Grenzen des Machbaren was die Ausspielwege, genannt AUX, betrifft.

Die Theorie…
Aux-Wege unterscheidet man in PRE-Aux und POST-Aux.

Bei PRE-Aux wird das Signal vor dem Kanalfader abgegriffen, bleibt also unbeeinflusst von der Faderstellung, und eignet sich für Monitoring.

Bei POST-Aux wird das Signal nach dem Fader abgegriffen, wird also beeinflusst von der Faderstellung, und eignet sich als Effekt-Send. – Jedoch nicht für Monitoranwendungen.

Die Praxis…
Im jüngsten Fall sieht es so aus, dass das Mischpult 4 Aux hat. Aux 1 ist PRE, Aux 2/3 sind PRE/POST schaltbar und Aux 4 ist POST.

Was machen wenn 4 Monitorwege zu steuern sind und man auf Effekte verzichten kann…?
 ---> Effekte bekommt man auch über den „Insert“ in den Kanalzug.

Einzigste Möglichkeit, wenn man sein geliebtes Mischpult behalten möchte, den Aux 4 von POST auf PRE um zu jumpern.

In diesem Fall muss das Mischpult geöffnet und die passenden Leiterbahnen ausfindig gemacht werden.bild_1

Je eine Leiterbahn auf der Ober- und Unterseite (Pfeil rot) müssen durchtrennt werden. Nun wird über eine Verbindung (Pfeil gelb/blau), dass PRE Signal auf das Poti vom Aux 4 realisiert.

Da das Durchtrennen der Leiterbahnen den unschönen Nebeneffekt mit sich bringt, dass nun auch Aux 2/3 fest PRE sind (Schalter sind unwirksam) wird eine Zusätzliche Verbindung notwendig.

Das eingelötete Kabel (Pfeil schwarz/grün) greift das Signal nach dem Fader ab, also POST, und legt es direkt auf den Schalter von Aux 3.

Somit ist erreicht, dass Aux 1/4  PRE und Aux 2/3 PRE/POST sind und so die Möglichkeit besteht auch 4 Monitorkanäle anzusteuern sind.

Die Prozeduren werden für jeden Kanal wiederholt, auch bei den Stereokanälen.


Hier wird die Angelegenheit allerdings etwas komplexer.

bild_2Denn… ein Stereoinput besteht aus „links“ und „rechts“ - wenn man es so will also aus zwei Signalen die, bevor sie den Auxweg passieren, vernünftig addiert werden müssen.
Dies geschieht mittels Widerstände (Pfeil gelb) die das PRE Signal von „links“ und „rechts“ getrennt abgreifen und erst danach zusammen auf das Auxpoti führen (Pfeil blau).
Jetzt erhält man eine vernünftige Pegelanpassung für den Aux.

Die Prozeduren an sich sind wieder identisch wie bei den Monoinput.

Die passenden Leiterbahnen werden durchtrennt (Pfeile rot), dass PRE Signal wird an geeigneter Stelle abgegriffen und auf das Auxpoti gelegt (Pfeil blau).
Zum Schluss werden die Schalter der Aux 2 und 3 wieder mit dem POST Signal versorgt (Pfeile schwarz/grün). – Fertig !

Hinweis:

Diese Beschreibung soll lediglich einen Einblick in die Leistung geben und ist nicht zum Nachahmen gedacht. Nachahmung gehen auf eigene Gefahr. Keine Haftungs- und Garantieansprüche.